Die Baufinanzierung
Je schwieriger die Lage
der gesetzlichen Rentenversicherungsträger wird, je geringer
also die Renten insgesamt ausfallen, desto mehr machen sich die
Menschen Gedanken über mögliche Alternativen. Gerade
in diesem Zusammenhang spielt die eigene Immobilie, das mietfreie
Wohnen im Alter, eine sehr gewichtige Rolle. Wer schon früh
den Weg in die eigenen vier Wände beschreitet und demnach im
Rentenalter ein abbezahltes Objekt sein eigen nennt, kann entweder
seine eigenen Wohnkosten drastisch reduzieren, er kann aber auch
vermieten oder, wenn er möchte, sogar die Immobilie wieder zu
Geld machen, sprich das Haus oder die Wohnung verkaufen.
Wie aber kommt man zu den eigenen vier Wänden? Nun, da kaum
einer das Geld für ein Haus oder eine Wohnung in bar auf der
Bank liegen hat, muss in der Regel eine Baufinanzierung, ein Kredit,
abgeschlossen werden. Je nach persönlicher Situation und
finanziellen Möglichkeiten gibt es dabei höchst
unterschiedliche Vorgehensweisen und Tarifgestaltungen.
Die mit Abstand häufigste Baukredit Finanzierung wird als so genannte
"Annuitätendarlehen" abgewickelt. Bei dieser Kreditform
handelt es sich im Prinzip um nichts anderes als einen großen
Ratenkredit, denn neben einer monatlichen Zinsrate wird stets auch ein
Tilgungsanteil, in der Regel zwischen 1% und 3%, belastet. Damit sowohl
der Kreditnehmer, wie auch das Kreditinstitut, eine gewisse
Planungssicherheit haben, wird ein solches Darlehen in der Regel
für einen bestimmten Zeitraum festgeschrieben, in der Regel
für 10 Jahre.
In einigen Situationen kann es aber auch durchaus Sinn machen, bei
seinem Annuitätendarlehen auf die Tilgung zu verzichten. Auf
diese Weise wird aus einem Annuitätendarlehen ein
"endfälliges Darlehen", da die gesamte Darlehensschuld am Ende
der Zinsfestschreibungszeit in einer Summe fällig wird. Ein
solcher Vertrag kann sich zum Beispiel dann anbieten, wenn ein hoher
Geldzufluss, zum Beispiel aus einer Erbschaft, in relativ absehbarer
Zeit zu erwarten ist.
