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Sparerpauschbetrag

Es wäre durchaus dramatisch, wenn einmal das eine oder andere Jahr ohne eine einschneidende Änderung der Steuergesetzgebung vorübergehen würde - das zumindest scheinen die Politiker zu glauben. Irgendwo muss es doch noch Möglichkeiten geben, den Bürger zu schröpfen?!
Die Einführung des Sparerpauschbetrages zum 01.01.2009, der im Zuge der Abgeltungsteuer beschlossen wurde, ist ein gutes Beispiel für eine solche Überlegung.

Der Sparerpauschbetrag ist das Ergebnis aus der Zusammenfassung des bisherigen Sparerfreibetrages und der Werbungskostenpauschale. Auch die Höhe ist unverändert bei 750+51 Euro, also bei 801 Euro geblieben. Im Gegensatz zur Regelung vor dem 01.01.2009 ist es nun allerdings nicht mehr möglich, nachgewiesene, tatsächlich höhere Werbungskosten abzusetzen.

Die dramatischste Änderung im Rahmen des Sparerpauschbetrages ist allerdings die, dass das bisherige Halbeinkünfteverfahren und die bisherige Freigrenze für private Veräußerungsgeschäfte abgeschafft werden. Konnte man bis zum Jahr 2009 Gewinne aus privaten Veräußerungen, also auch Gewinne aus Aktien oder Aktienfonds, bis zu einer Höhe von 512 Euro, unter Berücksichtigung des Halbeinkünfteverfahrens sogar in Höhe von 1023,99 Euro, zzgl. des Sparerfreibetrages und der Werbungskosten, steuerfrei einnehmen, also maximal 1824,99 Euro, so ist der Betrag nun auf 801 Euro zusammengeschrumpft.

Zum besseren Verständnis muss man allerdings einräumen, dass die Freigrenze nur dann galt, wenn man wirklich nur bis 1023,99 Euro Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften vorzuweisen hatte. Waren es auch nur 1024,00 Euro, so musste man den gesamten Betrag im Rahmen des Halbeinkünfteverfahrens versteuern.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Abgeltungsteuer vor allem für Kleinanleger enorme Nachteile mit sich bringt. Wer bisher zu den Spitzenverdienern gehörte, also auch im Halbeinkünfteverfahren den Spitzensteuersatz bezahlen musste, wird künftig enorm von der Abgeltungsteuer profitieren - alle anderen zahlen beträchtlich drauf und stehen wesentlich schlechter da als noch bis zum 01.01.2009.

Hier finden Sie weitere Infos zu Tagesgeld, Festgeld, Bausparen, Girokonten.

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Veröffentlicht am 11.01.2009 unter dem Buchstaben S .
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