Die Steuern
Im Leben sind
grundsätzlich nur zwei Dinge absolut gewiss: Der Tod und
die Steuer! Das wusste schon Benjamin Franklin, der sich für
dieses
Zitat verantwortlich zeichnet.
Und auch heute noch, viele Jahre nach dem Tod Benjamin Franklins, ist
seine Aussage so aktuell, als hätte man sie gestern erst
getätigt. Zwar
ist es richtig, dass die Bundesregierung in den letzten Jahren einen
Weg der "Vereinfachung" beschritten hat und viele, längst
überflüssige
Steuern in der großen Steuerreform 1993 abgeschafft wurden,
andere
Steuern gibt es aber nach wie vor - obwohl dies eigentlich schon seit
vielen Jahren nicht mehr der Fall sein dürfte.
Ein gutes Beispiel für eine solche Steuer ist die so genannte
"Schaumweinsteuer", umgangssprachlich auch als "Sektsteuer" bezeichnet.
Eingeführt wurde diese Steuer im Jahre 1903 unter Kaiser
Wilhelm II.
und im Ursprung diente sie der Finanzierung des Kaiser-Wilhelm-Kanals,
heute bekannt als Nord-Ostsee-Kanal, und der kaiserlichen Kriegsflotte.
Zwar wurde die Schaumweinsteuer 1933 kurzfristig abgeschafft (man
hoffte, so die am Boden liegende Wirtschaft zu stützen),
bereits 1939
wurde sie aber als Kriegszuschlag wieder eingeführt.
Bis heute hat diese Steuer nun bestand. Mit welcher Berechtigung fragt
man sich da zurecht. Führen wir Krieg? Haben wir einen Kaiser?
Bauen
wir aktuell einen Kanal? Unseres Wissens nach ist das alles nicht der
Fall...
Im Gegensatz zu der Einkommensteuer, der bekanntesten und lukrativsten
Steuer Deutschlands, ist die Schaumweinsteuer im Prinzip aber eher zu
vernachlässigen, denn schlussendlich sind von ihr ja nur die
Menschen
betroffen, die sich Sekt, Prossecco oder Champagner leisten
können. Die Einkommensteuer aber muss jeder Mensch entrichten, der mehr als
7664 Euro Einkommen erwirtschaftet - so hoch ist nämlich der
so
genannte Grundfreibetrag.
In Deutschland ist die Einkommensteuer nicht für jeden
Menschen gleich
hoch, sondern sie ist nach Einkommensgrößen
gestaffelt. Ein Mensch, der
ein höheres Einkommen erzielt, so der fromme Wunsch,
entrichtet auf
diese Weise auch einen höheren, prozentualen Steuersatz. In
der
Wirklichkeit sieht die Situation leider oft anders aus, da mit
steigendem Einkommen meist auch die Möglichkeiten der
steuerlichen
Absetzbarkeit enorm zunehmen.